Neue Junghund-Gruppe ab Februar!

Alters- und alltagsgerechtes Training für euren Hund ab 6 Monaten - von klaren Regeln in der Pubertät über Frusttoleranz und Leinenführung bis zum sozialen Hundekontakt lernt ihr gemeinsam, spielerisch und bedürfnisorientiert.

Sa 10 - 11 Uhr / 4-6 Teams / wechselnde Orte des Alltags

Junghundegruppe in Hamburg & Ammersbek

Jetzt wird’s wild?

Willkommen in der Junghundzeit! In dieser Phase sind bereits gelernte Signale plötzlich wie vergessen. Geklärte Regeln stellt euer Hund neu infrage. Umweltreize wirken stärker auf das Nervensystem, Stress zeigt sich schneller und deutlicher. Im Kontakt mit fremden Hunden, Menschen – oder auch mit dir – wirkt dein Hund vielleicht rüpelig, impulsiv oder schlicht überfordert.

Das ist entwicklungsbiologisch normal. Aber es ist eben auch anstrengend.

Gleichzeitig möchtet ihr weiterkommen. Leinenführigkeit soll sich verbessern. Hundebegegnungen sollen entspannter werden. Eure Welt darf größer und bunter werden – ohne Überforderung. Du willst deinen Hund besser lesen können, angemessen reagieren und nach der Pubertät einen ansprechbaren, gut orientierten Begleiter an deiner Seite haben.

Und genau hier setzt meine Junghundgruppe an. Gemeinsam halten wir ruhig den Rahmen, begegnen pubertärer Frechheit souverän und mit einem Augenzwinkern, geben Orientierung ohne Druck und bauen euer Skillset aus.

In dieser Gruppe lernen alle. Für die Hunde bedeutet es, abzuwarten, Bewegungsreize auszuhalten, Frust zu regulieren und Regeln zu erfahren. Für dich bedeutet es Austausch, Einordnung und die oft entlastende Erkenntnis: Ihr seid nicht allein mit euren Themen.

Dabei geht es nicht um perfekten Gehorsam. Es geht um Beziehung im Wachstum.

Junghund liegt auf dem Boden, Schnauze zum Spiel geöffnet. eine Hand liegt auf seinem Bauch und beruhigt

🧠 … sein Hirn zur Großbaustelle wird

Dein Hund kommt mit 2,2 Milliarden Neuronen auf die Welt. In der Pubertät baut sich sein Gehirn um: Ungenutzte Nervenbahnen werden verworfen, häufig genutzte Nervenbahnen werden zu Autobahnen ausgebaut und derweil sind viele Verbindungen „nicht befahrbar“. Lerne Ungehorsam und Umbauprozesse zu unterscheiden.

🧪 … Hormonchaos ihn emotional macht

In der Pubertät kommen auch bei unseren Hunden neue Signale wie die Sexualhormone Testosteron, Östrogen und Progesteron hinzu. Und diese machen nicht nur „sexy“, sondern begünstigen auch Angst, Aggression und große Emotionalität. Rationales Denken fällt ihm in dieser Zeit noch schwerer. Du bist als sicherer Hafen wichtiger denn je.

🧭 …. er seinen Platz im Sozialgefüge sucht

In Rudeln entscheidet sich jetzt die Rolle deines Hundes – was trägt er zur Gemeinschaft bei und was darf er? Was regeln andere? Du darfst jetzt glänzen – nicht nur mit klaren Regeln und Grenzen, sondern auch mit gemeinsamen Erfolgen und starken Lösungen, wenn er allein nicht weiterkommt. So wirst du zur Autorität statt zum Befehlsgeber.

Junghunde brauchen in dieser Phase keine härteren Konsequenzen, sondern Orientierung, Sicherheit und passende Lernerfahrungen. Ihr Gehirn ist im Umbau, Impulskontrolle zeitweise eingeschränkt, Emotionen schneller aktiviert. Training bedeutet deshalb: Entwicklung verstehen und Anforderungen daran anpassen.

Wir bauen eingeschränkte Selbstregulationsystematisch auf. Dein Hund bekommt die Möglichkeit, neue Strategien zu entwickeln und aus Fehlern zu lernen. Gehorsam steht nicht isoliert im Mittelpunkt, wir betrachten ihn im Kontext von Beziehung und Kommunikation.

Dein Hund lernt

  • Erregung selbst und mit deiner Unterstützung wieder herunterzufahren,
  • trotz Ablenkung ansprechbar für deine Signale zu bleiben,
  • seine eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen und Situationen souveräner zu handlen,
  • sich bei Unsicherheit an dir zu orientieren, statt eigenständig ungünstige Lösungen zu suchen,
  • gemeinsame Zeit als Chance für Spaß und Leichtigkeit kennen.

Du lernst

  • auch in schwierigen Situationen präsent und handlungsfähig zu bleiben.
  • deinen Hund in der Erziehung spielerisch da abzuholen, wo seine Interessen und Motivation liegen,
  • frühzeitig zu erkennen, wann er Unterstützung braucht und wann er Dinge allein meistern darf,
  • Grenzen verständlich und fair zu setzen, sodass sie eure Bindung stärken,
  • Aktivitäten und Ausflüge so zu gestalten, dass sie für deinen Hund sinn- und freudvoll sind, nicht nur reich an Verboten.
Junghund sucht Belohnung in einem Karton voller Folien. Reizdesensibilisierung, Mut und Fähigkeiten stärken.

So entwickelt sich Schritt für Schritt das, was nach der Pubertät tragen soll: Ein Hund, der sich orientiert. Und ein Mensch, der ihn wirklich führt.

Wann passt die Junghundgruppe zu euch?

  • Wenn du die Junghundezeit nicht einfach „überstehen“, sondern bewusst gestalten und als Entwicklungsfenster nutzen möchtest.
  • Wenn du verstehen willst, was im Körper und besonders im Nervensystem deines Hundes passiert – statt nur Symptome zu korrigieren.
  • Wenn du lernen möchtest, wohlwollend und klar zu führen, mit Blick auf Bedürfnisse, Emotionen und Motivation deines Hundes.
  • Wenn Leinenführigkeit, Signale und Hundebegegnungen nicht nur auf dem Trainingsplatz funktionieren sollen, sondern mitten im echten Leben.
  • Wenn dein Hund mit dir an seiner Seite lernen darf, Frust und Stress auszuhalten, ohne dass Gefühle unterdrückt werden.
  • Wenn ihr als Team wachsen wollt – mit Struktur, Fairness und einer guten Portion Humor.

Wenn du eure Beziehung vor bloßen Gehorsam stellst und bereit bist, Verantwortung in dieser Entwicklungsphase zu übernehmen, dann seid ihr hier genau richtig.

Rassespezifische Anlagen, Persönlichkeit, bisherige Lernerfahrungen und aktuelle Themen fließen in die Trainingsgestaltung genauso mit ein wie in euren Alltag. Eine kleine, feste Gruppe bietet uns viel Raum für genaues Hinschauen, individuelles Feedback und gemeinsamen Austausch.

Das Organisatorische

Junghundgruppe, samstags 10:00 – 11:00 Uhr
3–6 feste Teams für gemeinsames Wachstum und regelmäßige Teilnahmen
98 € Monatsbeitrag (mindestens 4 Termine im Monat)

Mein Angebot in der Übersicht

Pubertät ist kein Machtkampf. Sie ist eine Einladung zur Weiterentwicklung.

Wenn du deinen Hund mit Verständnis, Klarheit und Ruhe durch diese Phase begleiten möchtest – wenn du nicht einfach „mehr Gehorsam“, sondern tragfähige Kooperation willst – dann freue ich mich auf euch.

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